27.06.14

Hausmittel: Ohrenweh (eve)

Da meine Tochter in den letzten zwei Monaten FÜNF eitrige Mittelohrentzündungen hatte, habe ich mehr oder weniger gezwungenermaßen über Alternativen zu Antibiotikum und Co nachgedacht. Ich möchte dem kleinen Körper und der noch viel kleineren Leber wirklich nicht so viel zumuten.
Ich bin ja wirklich keine Kräuterhexe, aber warum soll man nicht auf das zurückgreifen, was ich schon lange bewährt. Eine Freundin berichtete mir in diesem Zusammenhang von Hauswurz. Ihre Oma hat das damals auch schon verwendet. Hauswurz ist eine heimische Pflanze und sieht so aus:



Es gehört zu den Dickblattgewächsen (Crassulaceae) und man Findet ihn fast nur auf auf Dächern, Mauerresten, Felsen und in Steingärten. Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Zucker, fettes Öl, Harze, Kalziummalat, Ameisen- und Apfelsäure und wirkt erfrischend, schmerzstillend, entzündungshemmend, kühlend, erweichend, wundheilend, krebsfeindlich, krampflösend und fiebersenkend.
Heute wird Hauswurz hauptsächlich in der Homöopathie gegen Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterkrebs, bei Mundfäule und Halsentzündungen verwendet. Und eben bei Ohrenweh.

Dazu einfach ein paar Blätter pflücken und auspressen. Man kann den "Saft" entweder so ins Ohr geben. Obacht: vorher auf Körpertemperatur bringen! Oder auf Watte geben und die ins Ohr stecken. Natürlich nicht zu weit und so, dass man die Watte wieder entfernen kann.

Ich bin mir nicht sicher ob es bei Tilli gewirkt hat, werde es aber auf jeden Fall noch einmal ausprobieren - auch als alternative zu den gehackten Zwiebeln, die ja das bekanntere Hausmittel bei Ohrenbeschwerden sind.

Außerdem finde ich es faszinierend was die Natur schon alles für uns bereithält. Ich würde gern mal so einen Kräuter- und Pflanzenlehrgang mitmachen. Ich denke da gibt es viel Gutes was langsam in Vergessenheit gerät.

Kommentare :

  1. Anonym9.7.14

    Auch ein gutes Hausmittelchen bei Ohrenschmerzen: hochprozentigen Alkohol (Wodka & Co sind auch gut geeignet) auf ein Wattepad oder Tempon geben und aufs Ohr. Am besten Stirnband drüber damit es nicht verrutscht! Ich hatte als Kind sehr oft Ohrenschmerzen und unser Kinderarzt hat meinem Papa dann den Tipp gegeben. Hat immer supi geholfen :)
    Viele Grüße
    Mona

    AntwortenLöschen

beliebte posts